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Berichte   Es wird nicht besser
21.05.2016 von Webmaster

Es wird nicht besser




Nachdem ich in meinem letzten Bericht über das Fischen im zeitigen Frühjahr eingegangen bin, möchte ich mich in diesem der gleich nächsten schwierigen Zeit widmen. Der Laichzeit.

Denn kaum liegt das harte Frühjahr hinter uns haben wir ein kleines Zeitfenster in dem die Fische das erste Mal richtig fressen. Meist ab einer Wassertemperatur zwischen 8 und 12 Grad. Nachdem aber inzwischen der Frühling meist ausfällt und die Lufttemperaturen gleich in den Sommermodus gehen ist diese Zeit recht gering und schwupps sammeln sich jetzt die ersten Fische zum Laichen.








Jetzt haben wir die Chance die Fische in ihrem Jahres Topgewicht zu fangen, wenn wir alles richtig machen. Früher sprach man immer vom goldenen Herbst. Da die Winter der letzten fünf Jahre jedoch sehr mild ausfielen. Die Seen kaum noch monatelang mit Eis bedeckt sind, legen sich die Fische auch nicht mehr ein so dickes Speckpolster an, wie es noch vor zehn oder mehr Jahren der Fall war.

Aber nun zurück zum Thema. Dem Fischen kurz vor oder während der Laichzeit. Sie ist kein leichtes Brot. Viele Karpfenangler sehen ihre Fangchancen gegen null schwinden. Sie widmen sich dann oft den Raubfischen, da meist nun deren Schonzeit vorüber ist. Dies muss aber nicht sein und eine richtig dicke Frühjahrsmutti kann überlistet werden.








Enorm wichtig, wie auch das ganze Jahr, jedoch jetzt umso mehr, ist es die Standorte der Fische zu kennen. Teilweise versammelt sich der ganze Karpfenbestand eines Sees in einem kleinen Abschnitt, dicht gedrängt.
Bitte macht aber nun nicht den Fehler, auch zum Wohle der Fische direkt in deren Laichgebiet zu fischen. Ihr stört damit die Fische in ihrem Laichgeschäft nachhaltig und zerstört damit ihre Rückzugsorte und ihr Verhalten nachhaltig.
In einem See den ich seit über zehn Jahren befische läuft dies jedes Jahr gleich ab. Alle Fische versammeln sich in einem ganz kleinen Schongebiet. Wer in der Nähe angelt fängt. Der Rest geht als Schneider nach Hause. Leider gab es vor ein paar Jahren gewisse Angler, die den Kragen nicht voll genug bekamen. Sie fischten direkt im Schongebiet. Zwei Wochen. Ergebnis dieser „verbrannten Erde Anglerei“, in diesem und dem darauf folgenden Jahr war dieses Gebiet Tod! Die Fische suchten sich gänzlich andere Gebiete um zu laichen. Erklärbar ist dies nur mit fehlendem anglerischen Können und einer Profilierungssucht der betreffenden Personen. Diese erhielten hierfür jedoch ihre Abrechnung durch den örtlichen Pächter.








Deshalb fischt in der Nähe der Laichgebiete, aber NIE direkt dort! Ob offizielles Schongebiet oder nicht. Ihr schadet nur euch selbst und den Fischen. Und ohne die hätten wir nicht ein so wunderbares Hobby.

Ich für meinen Teil suche mir Stellen an denen ich meine Rigs sauber präsentieren kann und füttere die Fische aus dem Schongebiet heraus. Funktioniert prima! Dabei solltet ihr jedoch nicht ganz so viel füttern, da sie momentan doch nicht in ganz so guter Fresslaune sind und schnell überfüttert. Dann fangt ihr leider auch nichts.

Ich setze hierbei auf bewährte Boilies aus unserer Range, wie den LiverMeat als visuellen Reiz setze ich auf mein bewährtes Lightning Mussel.

Relativ simple, aber mega effektiv!
Lasst die dicken Raus

Peter Schütz
Team Progressive Baiting Deutschland





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