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Berichte   Der berühmte Satz mit X
25.06.2016 von Webmaster

Der berühmte Satz mit X




Juni,
der Monat unserer Tour ist gekommen, alles sollte perfekt werden......
Monate lange Vorbereitung sollten sich auszahlen. Telefonate, unzählige Nachrichten mit anderen Anglern hielten unseren Informationsfluss aktuell. Donnerstags warteten wir noch auf den Postboten, bis dieser Futter für einen befreundeten Angler anlieferte.
Gesagt getan, Futter in den Transporter und schon rollte die ,,Karre“ Richtung Südfrankreich. Wir fuhren stundenlang durch Regen, bis kurz vor unser Ankunftsziel Lac de St. Cassien, als endlich die südfranzösische Sonne durch die dichte Wolkendecke durchbrach.
Am Campingplatz angekommen bauten wir schnell das Nötigste auf, bevor es dies tat was uns später zu absoluten Verzweiflung brachte, es regnete!
Camping de Floralies, eine top Adresse, für all diejenigen die an den Cassien wollen!

Los ging´s an den See um Location zu betreiben. Auffällig waren die vielen Angler am See. Viele fanden ihren Platz im Kreuz oder an den Eingängen der drei bekannten Ärme wieder. Seit Tagen wurden sehr vereinzelt Karpfen im Westarm gefangen. Es war alles nur kein Beißverhalten zu erkennen.
Wie alle erfahrene Cassienangler mussten wir hinter an die kleine Westarmbrücke.
Dort standen wie im gewohnten Bild zahlreiche kleinere Exemplare. Wir konnten tolle Aufnahmen mit der Kamera festhalten und waren für die nächsten Tage guter Dinge.
Am Tag drauf klingelte der Wecker früh, eigentlich viel zu früh. Vier Uhr schnell herrichten am Campingplatz und dann ging es los an den See. Schnell waren die Boote im Wasser beladen und wir konnten auf Kevin Ellis im Westarm rudern. Wer kennt diesen Platz nicht? Welche Strapazen, Freuden aber auch bittere Enttäuschungen hat der Platz bereits Anglern beigefügt.

Dort legten wir die Ruten an den markanten Stellen rund um das Plato ab. Wir entschieden uns zwei unserer Hakenköder mit ,,BBQ & Mulberry" zu beködern. Darauf ein fluozierenden Pop Up aus der Pop Up Range. Wir setzten die verschiedensten Farben und Kombinationen mit dem passendsten Boostern ein. Die anderen zwei Ruten befischten wir mit Tigernüssen und kleinen Pop Ups. Präsentiert als Snowman. Die Morgenstunden blieben ruhig!
Wir legten die Ruten für den Abend neu, es begann mittendrin an stark zu Regnen, man kann sagen ,,wie aus Eimern“ goss es mehrere Stunden über uns. Wir suchten Zuflucht in unseren kleinen Brolly`s. Dies sollte bis in die Nacht anhalten. Klatsch nass bis auf das letzte Kleidungsstück movten wir von Kevin Ellis zur Slippingstelle an der großen Brücke. Ein Bild für die Götter. =)
Klatsch nass und kein Take, wie soll es auch anders sein.......
Die Morgenstunden am darauffolgenden Tag machten ein Moven an den See unmöglich. Nasses Tackle vom Vortag plus die massiven Regenmassen von oben zwangen uns auf dem Campingplatz zu bleiben. Wir chillten den Tag über mit den anderen Anglern, die ebenso nicht am See sein wollten. Am Nachmittag nutzten wir die Regenpause um unser Tackle trocken zu legen. Wir schmiedeten ein Plan, in einer kleinen Gruppe, hier an der Cote d´Azur die Zelte abzubrechen und in einer anderen Region, an einem anderen See von neuem zu beginnen.
Jeder der bereits in solch einer Situation war, weiß wie schwer dies sein kann, geplantes, erhofftes und erwünschtes loszulassen und einen neuen Plan vorzubereiten. Das Wetter war um Welten besser, 28 Grad Sonne, so verbindet man Angeln in Südfrankreich im Sommer.
Wir verabschiedeten uns gegen neun Uhr bei Stefan dem Campingplatzbetreiber und fuhren im Konvoi los. 5std. Autostunden später waren wir angekommen, an einem kleinen, herrlich gelegenen Natursee.
Hier solle alles besser werden!

Am See angekommen, war die Situation für uns scheinbar traumhaft. Der See war zu dieser Zeit wundervoll. Wir teilten uns strategisch gut am See auf. Schnelles aufbauen und anschließende Spodsuche waren vor der Dunkelheit möglich so dass die Ruten perfekt lagen.
Wir suchten die Spods mit dem Echolot und konnten recht schnell die Bodenstrukturen ausfindig machen. Zusätzlich klopften wir die Stellen mit einem Tastblei ab und in Windeseile hatten wir sechs strategisch gute Plätze auf verschiedenen Bodenstruktur gefunden. Von Kies über nahrhaften Schlammboden bis hin zu verkrauteten Buchten konnten wir wahre Hot Spods finden.
Wir entschieden uns zwei Plätze auf Futter zu fischen, dort vertrauten wir wiedermal dem neuen ,,BBQ & Mulberryboilie“. Zwei weitere Spods befischten wir mit Mulberries und Partikeln großflächig gestreut. Jeder hatte jeweils eine Rute auf Falle, dort setzten wir auf sehr wenig Futter.
Zwischen den Krautfeldern setzten wir auf den visuell sehr reizvollen Köder.
Candy Mapel, was sonst! Devise war wenig aber reizvoll.
Die erste Nacht brachte für die anderen zwei Jungs einen wunderschönen Spiegler unterhalb der 15kg Grenze. Auf unseren Spods tat sich außer kleinen Weißfischattacken nichts. Die Situation schien nunmehr schwieriger zu werden. Wetterwechsel, der Luftdruck schoss auf 1027 Hectorpascal, fast Anschlag. Unsere Motivation machte das gar nichts! Wir genossen den Sonnentag und waren voller Freude auf den Abend. Die Ruten lagen auch am zweiten Abend perfekt. Von unserer Taktik wichen wir bis dahin nicht ab. Der See ist alles andere als einfach, sehr launisch auf Wetter- und Luftdruckwechsel, doch dies macht doch gerade den Reiz aus wenn sich die Fische auf Stur stellen.
Zweite Nacht vereinzelte Pieper auf den Ruten, diese brachten ,,nur" Brassen. Wieder kein Karpfen auch bei den anderen Jungs war Tode Hose angesagt. Wir machten uns im Zenit der Sonne auf die Spods nochmals zu prüfen, abzuklopfen und neu zu Befüttern. Die Futtermenge schrauben wir drastisch zurück.
Wir sahen auf den Echolot große Sicheln, dass nur Karpfen sein könnten. Zwar nicht irgendwo, sondern auf den Kanten unseren Spods. Für uns unfassbar! Sie waren da, aber die Mäuler wie zugenäht!
Gespräche mit einheimischen Anglern machte uns klar, wir haben die falsche Woche erwischt, wir dachten uns Haken an den Urlaub, die Zeit genießen und eine tolle Zeit mit tollen Leuten haben. Wir hatten trotz miesen Verhältnissen unter Wasser eine Menge Spaß. Auch das kann Angeln ausmachen!

Dritte Nacht, wie gewohnt, Ihr wisst, die Ruten lagen sowas von perfekt. Tode Hose! Morgens schüttelten wir nur den Kopf, das kann doch nicht wahr sein....
Sonne baden war angesagt und wir machten uns weiter Gedanken Fische zum Fressen zu verführen. Einen letzten tollen Abend genossen wir alle gemeinsam in der Runde. Es roch nach Fisch, doch dieser blieb wieder aus!
Wir entschlossen uns laut Wetterradar früh Morgens unser Tackle zu packen. Es sollte regnen und stürmen und das nicht wenig.

Es fiel uns schwer den See ohne einer seiner Schätze zu entlocken abzureißen. Doch wir kommen wieder, ganz gewiss! Es war eine grandiose Woche, leider ohne Fisch, aber mit vielen, vielen tollen Eindrücken, Erfahrungen und Ideen für die Zukunft. Auch das ist Karpfenangeln, nicht immer den ,,Big One" hoch in die Kamera zu heben.

Bleibt gesund Marc & Patric







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