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Berichte   Blanken gehört zum angeln genauso wie der Erfolg
11.06.2016 von Webmaster

Blanken gehört zum angeln genauso wie der Erfolg




In diesem Bericht möchte ich nicht darauf eingehen welche Köder zum Erfolg führen, oder Geschichten über riesige Karpfen erzählen.
Nein in diesem Bericht soll es darum gehen das es nicht immer Sternstunden am Wasser gibt in denen nur gefangen wird und alles perfekt läuft. Dieses Thema wird leider viel zu selten angesprochen. Das Thema Blanken.
Ich hab mir für dieses Jahr ein Gewässer ausgesucht welches eigentlich einen sehr guten Fischbestand hat. Welches aber nicht einfach ist zu beangeln, da hier ein enormer Angeldruck herrscht. Das Gewässer an sich ist eigentlich nichts spektakuläres, es gibt keine Hindernisse oder sonstiges in dem See wo einem das Angeln erschwert. Alles schön und gut aber wo bleiben die Fische!?
Ich bin jetzt mittlerweile auf den Tag genau 14 Tage und 14 Nächte Blank an diesem See. Aber woran liegt es? Liegt es am Köder? Am Platz? An der Montage? Am Wetter?
Ich kann es euch nicht sagen an was es liegt da ich alles was ich weiß und erlernt habe versucht habe und es trotzdem nichts gebracht hat.






Aber nun von Anfang an.
Es ist Ostern und der See ist zum Abschuss freigegeben also ab in den Keller und das Tackle ins Auto gepackt. Am See angekommen schnell meinen Platz bezogen und Feuer frei. Tag 1 ging vorbei ohne auch nur ein Lebenszeichen unter Wasser. Tag 2 kam und ging ebenfalls ohne Fischaktivität. Tag 3 gegen Mittag ein kurzes Piep Piep und aus. Na toll dachte ich war da einer oder wollten mich nur die Brassen ärgern? Tag 3 geht ebenfalls ohne weitere Aktivität zu Ende. Tag 4 es ist ca. 4.30 Uhr als plötzlich meine linke Rute die ich in einer Bucht liegen hatte über 3 Stellen umgelenkt einen Dauerton von sich gab. Yes dachte ich und rannte raus auf den Steg und nahm Kontakt auf, doch da war nichts mehr. Was zur Hölle ist hier los dacht ich mir. Nach dieser Aktion legte ich mich wieder ins Zelt um noch eine Mütze Schlaf zu nehmen. Als ich wieder wach war bemerkte ich das das Wetter überhaupt nicht auf meiner Seite war, es kam von oben runter als würde die Welt unter gehen. Das waren alles andere als gute Aussichten um noch weiter zu fischen, also packte ich mein Zeug ein und beschloss nach Hause zu fahren.



14 Tage Später zog es mich wieder ans Wasser, gesagt getan. Am Wasser angekommen das gleiche Spiel wie immer. Zelt aufbauen, Spot ausmachen, Ruten raus fahren und warten. Ja was soll ich viel erzählen, ich hab wieder einmal 4 Tage voll auf die Fresse bekommen. Von den Saugdeepen keine Spur. Also wieder Blank nach hause.



3 Wochen später wieder einmal ans Wasser für 3 Tage und das ganze Spiel von vorne. Dieses mal dachte ich mir , ich fische lieber mal mit kleineren Boilies und Partikeln vielleicht liegt es ja auch daran. Gesagt getan und das warten beginnt. Ich bin bereits tief und fest am schlafen als gegen 0.30 Uhr Nachts von meiner am weitesten draußen liegenden Rute (ca.350 Meter) ein paar Piepser zu hören sind. Ich natürlich mit vollgas raus auf den Steg und setze den Anhieb. Jawohl dachte ich der hängt, also ab ins Boot und dem Fisch entgegen. Doch je näher ich kam um so geringer wurde der Wiederstand und ich dachte mir so "oh nein bitte nicht bitte lass in nicht weg sein". Doch er war nicht weg, es war aber auch nicht mein Zielfisch nein es war eine Brasse mit ca. 2 Kg. Na ganz toll dachte ich und machte sie vom Haken. Schnell die Rute wieder neu gelegt und ab ins Zelt. Ich weiß viele von Euch denken jetzt du bist doch nicht Blank. Doch in meinen Augen schon, klar eine Brasse ist auch ein Fisch der bei mir auch mit Respekt behandelt wird, wie jeder andere Fisch. Aber es ist nicht mein Zielfisch und somit bin ich Blank.








Dieses Schauspiel sollte sich in diesen 3 Tagen leider Gottes immer Nachts noch sagenhafte 15 mal wiederholen so das ich mehr als genervt war. Und immer die gleiche Rute die ca. 350 Meter draußen war. Genervt von alle dem Fuhr ich wieder nach hause.
Was mach ich falsch? Warum bekomm ich so auf die Fresse? Wo sind die Saugdeepen?








Vatertag steht vor der Tür und das Wetter verspricht Sommerliche Temperaturen. Also ab ans Wasser. Als alles wieder ready war dachte ich mir noch dieses mal geht was, es passt einfach alles. Dachte ich, doch gekommen ist es wieder einmal anderst. In den ersten beiden Tagen hab ich außer Sonnenbrand garnichts bekommen. An Tag 3 gegen Abend als die Sonne unterging, hörte ich in der Bucht neben mir wie irgendwas die ganze Zeit im Wasser schlägt. Mhhhh was war das? Ich hab da weiter nicht mehr darauf geachtet und hab wieder einmal perfekt duchschlafen können. Am nächsten Morgen war dieses Geräusch immer noch da und ich ging mal nachsehen was das ist. In der Bucht angekommen sah ich wie die Fische anfingen mit Laichen. Ach du Scheiße da kann ich lange auf nen Biss warten im Freiwasser dachte ich mir. Kurzentschlossen hab ich eine Rute in die Bucht gelegt und hoffte das vielleicht doch noch einer ans Band ging. Doch auch in dieser Nacht tat sich nichts. Morgens beim Kaffee dachte ich so für mich. Bin ich verflucht oder was läuft hier schief? Soll ich abbrechen und nach hause oder soll ich es noch eine Nacht versuchen? Ich bleibe noch eine Nacht und riskiere es einfach, egal ob ich wieder auf die Fresse bekomme, einfach aufstehen und weiter machen. Doch wie soll es anderst sein, es gab auf die Fresse.



Nun sind 14 Tage und 14Nächte an diesem See vorbei ohne auch nur einen Karpfen im Netz gehabt zu haben. Viele hätten warscheinlich schon aufgegeben und wären wo anderst hin zum fischen. Aber ich nicht! Ich stelle mich diesem Gewässer egal wie oft ich noch falle, ich steh auf und kämpfe weiter. Denn irgendwann wird jeder für seine Mühen belohnt. Mit diesem kleinen Bericht möchte ich euch näher bringen das selbst bei erfahrenen Anglern manchmal einfach eine höhere Macht am werke ist und man machen kann was man will, es passiert einfach nichts. Die Natur nimmt und die Natur gibt. Manchmal jedoch ist sie erbarmungslos und gibt einfach keinen seiner Schätze frei. Aber wir werden uns schon sehr bald wieder sehen und ich werde den Schatz finden.
Zum Schluss gibt es noch ein paar schöne Natur Fotos da bis jetzt ja noch kein Fisch vorbei geschaut hat.
















Ps: Lasst Euch nicht unterkriegen von so einer Niederlage, genau so wenig wie ich es tue.
In diesem Sinne TL
Team Progressive Baiting
Tobias Berreth




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